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Hast Du Töne? Gesund mit und durch Musik ?!

Guten Tag, meine Damen und Herren, herzlich willkommen auf dieser Seite !

Thema : Musik ist nicht bloß nur (in zu hoher Lautstärke) schädlich für die Ohren, sie kann uns auch in vielen Dingen helfen.


Mit Musik geht alles besser – so der Titel eines alten Schlagers. Und tatsächlich ist der Titel oft geübte Praxis: Musik morgens beim Aufstehen, bei der Haus- und Gartenarbeit oder beim Autofahren.

Die Wirkung von Musik auf Menschen ist nicht zu unterschätzen. Sie beginnt schon bei dem noch Ungeborenen: Rhythmus und Melodie sind genau die Elemente, die gut zum Baby im Mutterbauch
durchdringen.

Nicht selten können Schwangere schon unterschiedliche Reaktionen ihres Babys auf Musik ausmachen: Rockmusik geht einher mit Nervosität und Anspannung, Chorgesang und Flötenklänge beruhigen.

Was wir als Babys empfinden, setzt sich fort in unsere Erwachsenenwelt: wenn wir Musik wahrnehmen, ist der ganze Körper beteiligt. Gehirn und Nervensystem, Herzschlag, Puls und Hormonkreislauf reagieren auf Klänge und Rhythmen. Beobachtet wurde, dass bestimmte Instrumente, Musikstile und Rhythmen sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. Daher wird heute Musik im Bereich der Therapie verschiedenster Krankheitsbilder eingesetzt.


Als Bestandteil einer Schmerztherapie bewirkt Musik, dass sich unser Bewusstsein mit ihr derart beschäftigt, dass andere Sinnesreize kaum mehr wahrgenommen werden. Die Musik verdrängt sozusagen den Schmerz. Gute Behandlungserfolge
gibt es vor allem bei Ohrgeräuschen, dem sog. Tinnitus.

Musiktherapeuten setzen sowohl rezeptive, das heißt nur auf die Wahrnehmung beschränkte Therapien ein als auch aktive Musiktherapien, in denen Menschen mit Musikinstrumenten experimentieren und so ihrer persönlichen Verfassung Ausdruck verleihen können. Auch in der Verhaltenstherapie kommt Musik zum Beispiel bei der Behandlung von Phobien, Depressionen oder Essstörungen zum Einsatz. Die Koppelung von Musik an Konfliktsituationen und deren Auflösung in einer Therapie kann dazu führen, dass später ähnliche Konflikte für die Patienten leichter zu lösen sind, wenn sie sich die entsprechende Musik in Erinnerung rufen.



Wir alle wissen oft intuitiv, welche Musik uns gut tut: Musik bedeutet dann Genuss, sie schmeichelt unseren Ohren. Medizinisch lässt sich dies mit der Ausschüttung von Endorphinen, körpereigenen Opiaten, erklären: sie verdrängen Stressgefühle und wecken stattdessen Glücksgefühle. Bei welcher Musik diese Veränderungen eintreten, ist individuell verschieden. Welche Musik wir gerade bevorzugen, ist oft auch ein Spiegelbild unseres Seelenzustands: sich unbedingt mit fröhlicher Musik in eine gute Stimmung versetzen zu wollen, wenn man eher traurig ist, ist nicht ratsam. Die Musikauswahl sollte die jeweiligen Stimmungen zulassen, oftmals fühlt man sich gerade danach besser.

Die Musik eines Komponisten aber hat sich in der Therapie und in der Erforschung ihrer direkten Auswirkungen durchgesetzt: die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart. In einem Versuch in den USA wurde Studenten 10 Minuten lang Mozarts Sonate für zwei Klaviere in D-Dur KV 448 vorgespielt und im Anschluss daran mit ihnen verschiedene Tests durchgeführt. Es stellte sich heraus, dass sie im Vergleich zu anderen Testpersonen wesentlich bessere Ergebnisse auf dem Gebiet des abstrakten räumlichen Denkens aufwiesen. Diese untersuchte Beeinflussung des räumlichen Vorstellungsvermögens wird als Mozart-Effekt bezeichnet.

Viele Untersuchungen haben sich auch mit der Auswirkung von Musik auf die Entwicklung von Kindern beschäftigt. So belegt eine Langzeitstudie an einer Berliner Grundschule, durchgeführt in den Jahren 1992 bis 1998, dass Kinder mit regelmäßigem Musikunterricht in vielen Bereichen, wie z.B. Sozialverhalten, Intelligenz, Psychomotorik und Wahrnehmungsfähigkeit, im Vergleich zu ihren Altersgenossen einen Vorsprung besitzen. Musik fördert bei Kindern die Vernetzung der Nervenzellen im Gehirn. Viel Musik in der Kindheit, verbunden mit Bewegung und Rhythmik, kann demnach dauerhafte Vorteile für das spätere Leben bringen. Wichtig ist also vor allem eines: Kinder so früh wie möglich mit Musik und Rhythmik in Kontakt zu bringen und dazu sind die Angebote der örtlichen Musikschulen besonders geeignet.

Musik, so heißt es, habe bereits die Götter des Olymp entzückt. Bis heute ist Musik überall auf der Welt ein integraler Teil des kulturellen Erbes. Sie ist ein Spiegel der Verschiedenheit der Kulturen. Es macht Spaß, sie verstehen zu lernen. Es macht aber auch Spaß, zu lernen, mit und durch Musik sich selbst zu verstehen. Daher: Versuchen Sie es mal mit Musik ..

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Juli 2007

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